Seit ich vor einigen Jahren zum regelmäßigen Laufen angefangen habe, wurden Gelände und Wald eher gemieden und ich habe mich voll und ganz auf die Straße und Wege konzentriert. Was ich dabei verpasst habe, konnte ich erst die letzten Wochen und Monate feststellen.

Angefangen hat alles mit dem Moment, wo mir Vivobarefoot Österreich nach meinem letzten Blogpost ein Paar Trail-Running Schuhe für den Winter zur Verfügung gestellt hat. Genauer gesagt die Vivobarefoot Neo Trail. Wie bei meinen Stealth haben sie keine Sprengung – also keinen Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorderfuß. Weil es sich dabei aber um Trail-Running Schuhe handelt, haben sie eine Sohle mit mehr Grip und besseren Schutz gegen spitze Steine und andere Umwelteinflüsse. Gleichzeitig behalten sie aber die Flexibilität, die man von den restlichen Vivobarefoot-Produkten gewöhnt ist.

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Wie andere Barfuß-Laufschuhe haben auch die Neo Trail eine relativ breite Zehenkammer vorne. Diese ist notwendig, da man beim Barfußlaufen automatisch eine Vorderfuß-Lauftechnik entwickelt und man aufgrund der Ausdehnung des Fußes mehr Platz braucht.

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Die Neo Trail sind nicht 100% Wasserdicht, kommen aber mit deutlich mehr Feuchtigkeit zurecht als meine Stealth. Laufen im Schnee oder Matsch machen den Neo Trail nichts aus. Auch nasses Gras, ein aufgeweichter Waldboden oder oder so manche Pfütze bringen die Schuhe nicht aus der Ruhe. Ganz im Gegenteil: Genau auf dem Terrain fühlen sie sich pudelwohl. Und ebenso fühlt man sich als Läufer gut für die Situation gewappnet. Dieses Jahr war mein erstes Jahr, wo ich im Winter keine Laufpause eingelegt habe. Die Schuhe waren perfekt für die kalte Jahreszeit und waren deswegen fast immer meine Schuhe erster Wahl. Bei Kälte bieten sie mehr Schutz, sie haben mehr Grip im Schnee/Matsch und selbst bei Eis fühlt man sich sicherer. Ich freue mich aber auch schon auf den Sommer, wo der kühle, schattige Wald bestimmt so manche Vorteile gegenüber den sonnigen Straßen und Wegen hat ;-)

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Außerdem bin ich seither sehr oft im Gelände unterwegs und probiere immer wieder neue Wege quer durch den Wald im Prater aus. Das macht nicht nur Spaß sondern ist auch eine neue Herausforderung für Körper und Kopf. Waldboden und unebene Wege verlangen nämlich deutlich mehr Konzentration als gerade Straßen. Aber genau deswegen ist Trail-Running seit letztem Herbst ein fixer und regelmäßiger Bestandteil meines Lauftrainings und eine schöne Abwechslung und Ergänzung zum normalen Straßenlauf. Apropos Straße: Das ist ein Punkt, wo sich die Neo Trail nicht ganz so wohl fühlen. Eine kurze Strecke auf Asphalt von Zuhause bis zum „besseren“ Untergrund ist natürlich kein Problem – längere Läufe auf der Straße würde ich jedoch nicht empfehlen. Aber fairerweise muss man dazu sagen, dass sie dafür auch nicht gemacht sind.

Ansonsten bin ich komplett zufrieden mit den Schuhen und froh, dass ich auch endlich Trail-Running für mich entdeckt habe. Wie viel Spaß das ganze macht, kann man sehr gut in diesem Video anschauen, wo ich exklusiv mit den Neo Trail laufe.

Wer noch ein wenig mehr über Barfußlaufen und meine anderen Laufschuhe wissen möchte, sollte sich diesen Post noch unbedingt durchlesen.

Kommentare

  • Nice! Würde mich interessieren, wie sich der im Vergleich zum Salomon S-Lab Sense Ultra (1. Gen) anfühlt. Für Kopenhagen war ich leider jetzt auch nur auf der Straße unterwegs, aber ab nächster Woche will ich dann auch wieder öfter ins Gelände.

    • Die kenn ich leider nicht :-) Aber man darf sich von der Sohle nicht täuschen lassen. Die Neo Trail sind trotzdem noch seehr minimal und barfuß.

  • Pingback: “Barfuß” Laufen mit den Vivobarefoot Stealth | Fabian Pimminger()

  • barbara lieberz

    Hallo,
    kurze frage, sind diese Schuhe auch für den Sommer geeignet, oder sind sie dann zu warm?
    Viele Grüße
    Barbara Lieberz

    • Hi Barbara,

      ich zieh sie auch im Sommer an. Wobei ich bei großer Hitze am Tag nie Sport mach. Sondern immer erst wenn es wieder kühler ist am Abend oder ganz ganz ganz Früh :-)