Freelancing, Studieren und Freizeit unter einen Hut zu bringen, ist sicher keine einfache Aufgabe und ein Problem, das viele kennen. Genau deswegen sind gute Tools, Services und Apps wichtig, die produktivere Arbeit ermöglichen und helfen, Zeit einzusparen. Vor drei Jahren habe ich das letzte mal über meinen Tool-Stack geschrieben. Grund genug, die Liste zu überarbeiten und mit neuen Produktivitätshelfern zu aktualisieren.

Wer ebenfalls seine eigenen Tools vorstellen will, kann das gerne unter dem Hashtag #toolparade2015 machen. Ich würde mich freuen, wenn ein paar Posts zusammenkommen und wir alle unseren Tool-Horizont erweitern. Ich finde es immer sehr spannend, zu erfahren, welche Apps und Dienste andere zum Arbeiten verwenden.

Allgemein

Google Apps/Gmail – Wie lange wird der Tod von E-Mail jetzt schon prognostiziert? Ich glaube ehrlich gesagt nicht mehr daran und denke, dass uns E-Mails noch sehr sehr lange im täglichen Alltag begleiten. Deswegen sollte man ein potentes Tool zur Hand haben, mit dem man die Übersicht über seine Mails behält. Für mich ist dabei nach wie vor Google der beste Dienst. Für Arbeit, Blog und Wichtiges habe ich meine eigene Domain bei Google Apps und im Browser sind jederzeit zwei Gmail-Tabs gleichzeitig geöffnet.

Dropbox – Fast alle Daten, die ich täglich brauche, liegen in meiner Dropbox. Der Gedanke, dass alle Dateien zwischen meinen Geräten synchronisiert und in der Cloud gespiegelt werden, gefällt mir. Ich kann von überall auf meine Daten zugreifen, sei es vom MacBook, vom Surface, dem Smartphone oder jedem Computer mit Internetzugang und Browser. Außerdem wird von den Daten gleich ein Backup angefertigt und der Umzug auf neue Geräte ist ein Kinderspiel. Auf jeden Fall Daumen hoch für Dropbox. Einzig der Preis ist ein Problem: Dropbox ist teurer als die Konkurrenz, weswegen ich sehr stark am überlegen bin, zu OneDrive zu wechseln.

icon-spotifySpotify – Ich kann einfach nicht ohne Musik arbeiten. Und Musik ohne Streaming-Dienste kann ich mir nicht mehr vorstellen. Deswegen ist Spotify ein Arbeits-Tool ;-). Der Gedanke, dass man eine Musiksammlung von mehreren Millionen Titeln immer „dabei“ hat und jederzeit hören kann, ist mir die 10 Euro im Monat locker wert. Was fehlt ist leider weiterhin ein Dienst, bei dem man ein ähnlich gutes Angebot für TV-Serien und Filmen bekommt.

Organisation

icon-wunderlistWunderlist – Seit fast einem Jahr bin ich bei dem Berliner Startup Wunderlist, das im Sommer von Microsoft gekauft wurde. Früher war ich begeisterter (und zahlender) TeuxDeux-Nutzer, jedoch fehlt mir dort eindeutig der Multi-Plattform-Gedanke und eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Ich hoffe, dass Wunderlist unter Microsoft genauso weitermacht wie bisher und ich noch viele Jahre darauf vertrauen kann.

icon-togglToggl – Toggl ist einer der Services von dem ich nicht gedacht hätte, dass er sich so lange hält. Aber siehe da: Nach drei Jahren tracke ich damit noch immer meine Arbeitszeit. Toggl hat sich super entwickelt und ist von Jahr zu Jahr besser geworden. Mittlerweile will ich mir Freelancing ohne den Service nicht mehr vorstellen. Zeiten können pro Kunde, pro Projekt sekundengenau getrackt werden und das sorgt dafür, dass ich (a) meine Arbeitszeit genau im Blick habe und (b) in Zukunft immer bessere und genauere Angebote schreiben kann. Plus: Alle Basic-Funktionen sind komplett kostenlos.

Money, Money, Money

icon-grandtotalGrandTotal – Die App, die mir Hilf zu meinem Geld zu kommen. Mit GrandTotal erstelle ich die Rechnungen für mein Freelance-Business. Der größte Vorteil für mich ist das einfache und übersichtliche Interface, mit dem man die Rechnungen verwaltet und Zahlungseingänge markieren kann. Außerdem lassen sich Rechnungen selbst über Vorlagen komplett an die eigenen Wünsche anpassen.

icon-bookamatBookamat – Das österreichische Startup, weswegen ich diese Toolparade eigentlich vor 3 Jahren angefangen habe. Bookamats Ziel ist es, Buchhaltung so einfach und übersichtlich wie möglich zu machen, und das schafft der Service einfach super. Deswegen bin ich auch schon seit mehreren Jahren Kunde und will darauf nicht mehr verzichten. Bookamat ist ein Dienst, den sich jeder Selbstständige einmal ansehen sollte.

Dev / Design

Coda 2 – Für meine Web-Projekte verwende ich noch immer Coda von der Softwareschmiede Panic. Coda vereint viele Funktionen in einem einzigen Fenster und hält den Workspace clean. Nachdem man ein Projekt mit den nötigen Infos angelegt, läuft alles super. Ich bin mir bewusst, dass es Editoren gibt, die besser/effizienter/whatever sind, aber ich bin mit Coda mehr als zufrieden und werde auch wahrscheinlich noch lange dabei bleiben.

icon-codekitCodeKit – Das Schöne, wenn man nicht in Multi-Plattform-Teams zusammenarbeitet, ist, dass man bei dem Tool-Stack nicht auf mehrere Plattformen achten muss. Während Multi-Plattform-Teams meist mit Gulp oder etwas Vergleichbarem arbeiten, kann man als Mac-Only Developer auf das schöne CodeKit zurückgreifen. Alles, was mein Entwickler-Herz erfreut, wird von CodeKit erledigt: SASS, Image-Optimierung, Minification, Bower, Linting, …

icon-sketchSketch – Seit kurzem mache ich neben Front- und Backend-Entwicklung auch UI/UX-Jobs und wenn ich ehrlich bin, wächst mir dieser Bereich immer mehr ans Herz. Tool Nummer 1 ist dabei Sketch von Bohemian Coding. 2015 ist es für mich das, was Photoshop früher für Grafiker war. Ein geniales Tool, um meine Layout-Ideen auf den Computerscreen zu bekommen. Mit einem tollen Interface und ohne den ganzen unnötigen Ballast, den andere Programme mit sich schleppen.

Bitbucket – Versionskontrolle ist beim Entwickeln von Software (neben einem anständigen Editor) eines der wichtigsten Dienste, die man braucht. Studenten bekommen bei Bitbucket einen kostenlosen, vollkommen unlimitierten Pro-Account mit unendlich Repositories, unendlich Speicherplatz und unendlich Team-Mitgliedern. Bitbucket wird nicht nur für Freelancing-Projekte, sondern auch für diverse Uni-Aufgaben verwendet und ist damit ein wichtiger Bestandteil von meinem digitalen Leben.

icon-towerTower – Der beste Git-Client am Mac. Kein anderes Tool bringt das kommandozeilenlastige Git so übersichtlich, gut und praktisch als App auf den Bildschirm. Mein Frust mit Git wurde deutlich minimiert seit ich die paar Euros in Tower investiert habe. Und jedes mal, wenn mir ein Windows-Nutzer auf der Uni beim Arbeiten über die Schultern schaut, fragt er mich sehnsüchtig, was denn das für eine App ist.

Und jetzt seid ihr an der Reihe. Stellt eure Tools mit dem Hashtag #toolparade2015 vor. Alle Beiträge werden hier unten von mir verlinkt.

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