Es ist mal wieder soweit. Einige News– bzw Gerüchte-Seiten berichten, dass Apple am 24. März ein Presse-Event abhält. Dieses soll, ähnlich wie bei der Macbook-Präsentation letztes Jahr, nur der Produktvorstellung dienen. Eigentlich würde der Zeitpunkt ja in etwa zu den bisherigen Gerüchte passen, dass im Frühling der aktualisierte iMac veröffentlicht wird. Auch der Mac Mini benötigt schon dringend ein Update – die Verkaufszahlen bei dem Ding dürften auch nicht mehr das Gelbe vom Ei sein. Leider fehlt bislang eine offizielle Ankündigung seitens Apple damit wir die Gerüchte als glaubhaft einstufen können.
Ganz egal, ob und wann neue Produkte vorgestellt werden, habe ich hier meine persönliche Erwartung für die Vorstellung: Der Apple Home Server. (Die Twitter-Follower werden es wahrscheinlich schon erahnt haben, welches Apple-Produkt ich mir wünsche)
Im Stile der Time Capsule oder des Mac Minis stell ich mir unter dem Apple Home Server ein kompaktes Gerät vor, dass in etwa die dreifache Höhe der Time Capsule hat. Darin untergebracht sind mindestens eine Festplatte und weitere Slots für zwei Massenspeicher. Der Home Server, so wie ich ihn mir vorstelle, hat also primär die Aufgabe der Datenspeicherung. Wie der verfügbare Speicherplatz dann ausgenützt wird, soll dem User obliegen.

Das meistbenutzte Feature wird sicherlich die Möglichkeit sein, die gesamte Medienbibliothek auf das Netzwerkgerät auszulagern. Neben der iTunes-Library, die sowohl Musik, Podcasts als auch Filme und Serien beinhaltet, soll auch die iPhoto-Bibliothek ihren Platz finden. Die Einbindung dieser Medieninhalte funktioniert zentral über ein Registerblatt in den Systemeinstellungen des Benutzer-Macs – ähnlich wie bei den MobileMe-Einstellungen in Mac OS X Leopard. Eine Netzwerkfestplatte bindet sich beim Start des Computers automatisch in das System ein und steht für die restlichen Daten zur Verfügung. Außerdem erlaubt der Home Server die Durchführung von Backups via Time Machine von beliebig vielen Macs. Bei der reinen Speicherfunktion im lokalen Netzwerk bleibt es jedoch nicht. Via MobileMe wird die Verbindung ins Internet geregelt und ähnlich wie bei der BackToMyMac-Funktion gibt es die Möglichkeit, von überall auf der Welt via Internet auf die lokalen Daten zuzugreifen. Auch über das MobileMe-Webinterface gelangt man zu den Daten auf dem Home Server. Wichtige Dinge können zusätzlich ohne Probleme auf dem Onlinespeicherplatz von MobileMe gespiegelt werden.

Der Apple Home Server wird wie die meisten Server als so genanntes Headless Device – also ohne Bildschirm, Maus und Tastatur – betrieben. Die Einstellungen können entweder mit einem speziellen Programm oder über ein Web-Interface geändert werden. Somit funktioniert die Lösung auch in „gemischten“ Netzwerken auf Windows-PCs. Windows-User bekommen übrigens die gleichen Features wie Mac-Nutzer präsentiert. Das Apple Home Server Controlpanel nimmt dafür alle Vorkehrungen in den Windows-Betriebsystemen für die Integration vor.

Um den neuen Umweltansprüchen von Apple zu genügen, wird der Home Server zu einstellbaren Zeiten komplett in den Ruhezustand geschickt und am Morgen automatisch wieder gestartet. Möchte man außerhalb der regulären Betriebszeiten auf Daten zugreifen, wird der Computer automatisch aus dem Ruhezustand aufgeweckt. Da keine grafische Benutzeroberfläche berechnet wird und generell wenig Rechenpower zur Verfügung stehen muss, kann auf sehr stromsparende Technologien gesetzt werden. Ein ATOM-CPU von Intel wäre hier die ideale Lösung.

Als letzter Punkt bleibt noch die Erweiterbarkeit. Im Gegensatz zu Apples eher verschlossenen Strategie beim iPhone und AppleTV, wird der Home Server auch Programme ausführen können, die im Hintergrund ihre Dienste verrichten. So kann beispielsweise ein netzwerkinternes Wiki-System oder ein Bittorrent-Tracker/Client betrieben werden. Die Möglichkeiten wären durch offene Schnittstellen quasi unendlich. Die Konfiguration dieser Programme erfolgt auch über ein Webinterface, das ebenso via MobileMe abrufbar ist.
Was sagt ihr zum Apple Home Server? Glaubt ihr, dass so ein Gerät Erfolg haben könnte?
