Seit dem Launch von Spotify in Österreich bin ich bekennender Musik-Streamer. Seit Tag 1 streame ich „meine“ Lieder über ein Premium-Abo und das Konzept gefällt mir nicht nur – Nein, ich liebe es. Wozu einige Musiktitel selbst auf der Festplatte speichern, wenn man gegen eine geringe Monatsgebühr eine ganze Bibliothek haben kann? Sowohl daheim am Desktop-Computer als auch jederzeit auf (fast) allen mobilen Geräten. Das physische Besitzen einer Datei wird zunehmend unwichtiger und mir ist es eigentlich auch komplett egal, ob mir der Titel jetzt gehört oder ich ihn mir nur ausleihe. Immerhin müsste ich mir sowieso jedes Monat 1-2 Alben kaufen, dieses Geld kann ich auch in ein Premium-Abo stecken und habe dadurch unbegrenzten Zugriff auf Millionen unterschiedliche Lieder. Ich kann euch gar nicht sagen, wie viel neue Musik ich durch Spotify schon entdeckt habe. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass sich durch Spotify und den unbegrenzten Musikkatalog mein Musikgeschmack verändert hat. Musik-Streaming hat unheimlich viel Potenzial und auch wenn es noch Widerstand in der Branche gibt, irgendwann wird es sich durchsetzen.
Letzte Woche habe ich festgestellt, meine iTunes-Musiksammlung sammt dem Programm seit Monaten nicht mehr genutzt zu haben. Irgendwie komisch, lief es doch früher fast 24/7 auf meinen Macs. Was jedoch auch dazu beigetragen hat, dass ich generell nicht mehr so häufig auf Computern Musik höre, ist die neue Logitech Squeezebox Radio auf dem Schreibtisch. Verbunden mit einem WiFi-Netzwerk greift die Squeezebox auf alle digitalen Quellen zu, die mir auch sonst die Musik liefern. Dazu gehört auch mein Spotify-Abo. Zwar hat es wegen dem Spotify Facebook-Zwang einige Zeit gebraucht, bis ich die „richtigen“ Accountdaten gefunden und eingetragen habe, jetzt schallt die Musik aber tadellos durch den Lautsprecher der Box. Wer am frühen Morgen zum Kaffee gerne den Ö3-Wecker lauscht, ist natürlich auch bestens bedient. Neben Spotify und anderen Streaming-Diensten, wie der vor kurzem in Österreich gestartete Service Deezer, liefern ebenfalls unzählige Radiostationen ihr Programm auf die Squeezebox. Darunter natürlich auch einige aus Österreich. Sogar Radio Stephansdom ist mit von der Partie. Zusätzlich kann man nach der Installation eines kleinen Programms auf lokale Dateien von Computern im Netzwerk zugreifen. Die Angst, dass einem jemals die Musik ausgeht, ist also unbegründet.
Auf der technischen Seite enttäuscht die Squeezebox leider ein wenig. Das handliche Gerät ist nur mit einem Mono-Lautsprecher ausgestattet, der zwar für sich einen anständigen Klang bietet, Stereo-Ton ist aber dann doch was anderes. Das liegt daran, dass die Logitech Squeezebox Radio eher das kleine Radio-Gerät neben dem Bett oder das Küchenradio ersetzen will und das tut sie dafür mit Bravour. Apropos Bett: Ein herrlicher Einsatzzweck für die Squeezebox ist der Wecker.
Für die Anzeige der Menüs ist ein 6 cm Farbdisplay zuständig. Leider handelt es sich dabei um keinen Touchscreen, wodurch man das Steuerrad als primäres Navigationsgerät verwenden muss. Gerade bei der Eingabe des WiFi-Passworts oder der Suche ist das Steuerrad sehr umständlich, weswegen man sich schnell Alternativen sucht. Dabei seien einerseits die Apps für iOS und Android und andererseits die Onlinesteuerung über den Browser erwähnenswert. Über den Account bei mysqueezebox.com, mit dem die Box beim Start verbunden wird, hat man auf diese Weise von überall Zugriff auf sein Gerät. Beide alternativen Steuerungsmöglichkeiten funktionieren super und haben für mich die Bedienung über das Gerät abgelöst. Vor allem ist es irgendwie cool, nach dem Aufwachen die Squeezebox über’s iPad vom Bett aus einzuschalten und noch ein bisschen zur Musik dahin zu schlafen :)
Hat man mehrere Squeezeboxen zu Hause, kann man sie auch über einen speziellen Sync-Modus zusammenschalten, wodurch die Musik und Steuerung synchronisiert wird und aus allen Geräten die gleiche Musik schallt. So kann man die ganze Wohnung mit der gleichen Musik bespielen. Klingt cool, leider habe ich das Feature – mangels einer zweiten Box – bisher noch nicht ausprobieren können.
Fazit: Die Logitech Squeezebox ist eigentlich täglich im Einsatz und ich liebe sie. Mehr bleibt dazu nicht zu sagen! Außer vielleicht das der Preis mit 179,00 € ein wenig happig ist – dafür hat man den Komfort von unendlich Musik



