„Let’s make the web faster“ – genau diesen Ausspruch hat sich Google zum Hauptziel Nr. 1 gemacht, um das Internetsurfen für die Nutzer noch einfacher und damit interessanter zu gestalten. Der Suchmaschinengigant setzt hierbei gleich an einer Hand voll ziemlich unterschiedlicher Punkte an, die uns in ferner Zukunft ein schnelleres Internet bringen sollen: Die Rede ist unter anderem von der Javascript-Performance in Googles eigenem Browser Chrome und dessen Open Source-Pendant Chromium sowie der Einführung von HTML5 – aber auch die komplette Neuerfindung des HTTP-Internetprotokolls in Form von SPDY und viele weitere gehören zu dieser Initiative …
Heute hat Google mit Public DNS einen weiteren Service ins Leben gerufen, der die oft sehr langsamen DNS Resolver der Internet-Provider ersetzen soll. Diese werden von uns allen benötigt, um Adressen wie wikipedia.org in die dazu passende IP-Adresse zu übersetzen. Da im Hintergrund also jedes Mal die IP-Adresse des Servers abgefragt werden muss, kommen so einige Hunderte Requests pro Tag und User zusammen. Genau dieser Vorgang kann sich als Flaschenhals herausstellen, falls der DNS-Server nicht schnell genug reagiert und damit die Ladezeit von allen anderen Komponenten einer Website hinauszögert.
Google Public DNS setzt genau an diesem Konzept an und ist im Grunde nichts anderes als ein stink normaler DNS-Service – wäre da nicht Googles massive Infrastruktur und Expertise in diesem Bereich. Durch ein intelligentes Caching-System und zahlreiche Tweaks kann Google eine deutlich höhere Geschwindigkeit erreichen, als vergleichbare Dienste der Internet-Provider. Zusätzlich soll der Nutzer durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen profitieren und niemals zu einem gefilterten oder blockierten Ergebnis weitergeleitet werden.
Obwohl es sich bei dem neuen Service um eines der Grundprinzipe des Internets handelt, könnte die Einrichtung nicht einfacher sein. Alles, was man dafür tun muss, ist die Umstellung der DNS-Adressen auf 8.8.8.8 und 8.8.8.4 in den Netzwerkeinstellung des Betriebssystems oder direkt im Admin-Interface des Routers und schon kann das neue Surf-Vergnügen starten. Falls es doch zu Problemen kommen sollte, hat Google hier einen Supportbereich inklusive genauer Beschreibung und sogar eine Telefon-Hotline eingerichtet. Wem sich bei Googles Datensammelwut schon des öfteren der Magen umgedreht hat, der sollte zusätzlich noch die Privacy Informationen konsultieren, die einen umfassenden Einblick in die gesammelten Daten geben.
