
Als sich der Smartphone-Hersteller Palm im Januar 2009 auf der Consumer Electronics Show mit dem Palm Pre und seinem neuen Betriebssystem WebOS von Grund auf neu erfand, konnten die Dinge für das angeschlagene Unternehmen anfangs nicht besser stehen. Die Fachpresse und Kunden waren überzeugt von den vorgestellten Produkten und die neue Konkurrenz heizte den umkämpften Smartphone-Markt weiter an. Jetzt, über ein Jahr später, ist von diesem Enthusiasmus nicht mehr viel übrig.
Gemäß des amerikanischen Nachrichtenportals Bloomberg.com soll Palm sich jetzt selbst zum Verkauf stellen und auch bereits Goldman Sachs und Qatalyst Partners engagiert haben, um einen geeigneten Käufer zu finden. Mit HTC und Lenovo wurden auch schon zwei Interessenten gefunden, denen Palm wohl sehr gut ins Produkt- und Patentportfolio passt. Gerade bei HTC kann ich mir eine Übernahme ehrlich gesagt ziemlich gut vorstellen. immerhin baut das taiwanische Unternehmen zwar ausgezeichnete Hardware, hat aber keine eigene Softwareplattform und ist immer auf Partnerprodukte wie Windows Mobile oder Googles Android angewiesen. WebOS ist konkurrenzfähig genug, um diese Lücke problemlos zu füllen.
