digg_recommendation_engineWie TechCrunch heute meldet, wird der Social-News Dienst Digg nach zwei Jahren die exklusive Werbepartnerschaft mit Microsoft beenden. Obwohl der Deal ursprünglich für drei Jahre ausgelegt war, kommt er jetzt zu einem abrupten Ende und Digg wird anschließend beginnen die Werbeplätze selbst zu vermarkten.

Digg wird also in Zukunft seine eigene Vertriebs-Crew zusammenstellen, angeführt vom früheren Yahoo-Verkaufsleiter Thomas Shin, der im Anfang des Jahres im Zuge der Yahoo-Krise zu Digg wechselte. Er ist für die ersten Schritte zu einer profitablen Selbstvermarktung zuständig.

Interessant wird auch zu sehen, welche technischen Fortschritte uns Digg im Laufe der nächsten Zeit präsentieren wird. Immerhin zeigt das Unternehmen aus San Francisco regelmäßig umwerfende Innovationen: Die Recommendation Engine hilft den Usern beispielsweise, die große Masse an stündlich neu eingestellten Nachrichten zu bewältigen in dem nur solche angezeigt werden, die den Benutzer interessieren. Anhand der vergebenen Diggs und der Aktivität auf der Social-News Seite selbst werden die Interessen herausgefiltert und durch einen Algorithmus verarbeitet. Ausgehend von dem berechneten User-Profil sucht die Recommendation Engine anschließend passende Nachrichten und beschränkt die Anzeige nur mehr auf relevante Informationen.

Ein solches System wäre doch gerade prädestiniert für die Auswahl von Werbung vorstellen. Die groben Interessen des Users kennt Digg ja bereits, bleibt nur noch das Ausliefern passender Werbemittel. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieser Umstand der eigentliche Gedanke hinter dem frühzeitigem Beenden des Werbe-Deals mit Microsoft ist. Bei solchen Innovationen lässt man sich eben nicht gerne in die Karten schauen.