Der Suchmaschinen-Markt ist wohl eines der gefürchtetsten Gebiete für Neueinsteiger im Internet-Business. Um gegen den Giganten Google bestehen zu können genügen nicht nur technische Überlegenheit und solide Suchergebnisse weil der Mensch bekanntlich ein Gewohnheitstier ist und sich die schlichte Startseite von Google scheinbar unlöschbar in das Gehirn der Internet-Nutzer eingebrannt hat. Genau diesem Umstand hat sich Microsoft nach den zwei gescheiterten Versuchen (MSN und Live.com) nun bereits zum dritten Mal gestellt und scheint aktuell mehr richitg zu machen als erwartet. Begleitet von einer 100 Millionen teuren Marketing-Kampagne und im erstaunlichen Rückenwind von einigen Bloggern schickt der Softwarehersteller Bing in den Kampf um die wertvollen Marktanteile – mit Erfolg, wie die ersten Statistiken zeigen.
Leider sieht es global gesehen alles andere als rosig für Microsoft aus. Sowohl das hohe Werbebudget als auch die technischen Änderungen sind derzeit nur für den amerikanischen Markt verfügbar. In Europa erhält man beispielsweise weiterhin die Suchergebnisse der alten Live-Suche. Zwar wurde die Oberfläche an das Aussehen von Bing angepasst, die spannenden Features fehlen jedoch gänzlich. Da hilft es auch nicht, dass man über ein kleines Hintertürchen die amerikanische Version aufrufen kann – immerhin ist die Umstellung (zumindest bei mir) nicht von Dauer und revidiert sich von Zeit zu Zeit alleine. Wie das Statistk-Unternehmen comScore zeigt, ist das Interesse an Bing weltweit auch dementsprechend gering. Microsoft sollte alles daran setzen, die internationalen Portale schleunigst auf Vordermann zu bringen und die neue Technologie auch für andere Länder freizuschalten. Vielleicht schaffen sie es dann wenigstens keine Marktanteile zu verlieren!

[via TechCrunch]
