popurls-logo„There’s no better way to watch the hive mind.“ – So hat Kevin Kelly, seines Zeichens Mitbegründer des Technologie-Magazins Wired, den Webdienst PopUrls kurz nach dem Start im Jahr 2006 bezeichnet. Wer täglich bereits ein paar der populären Social Media Seiten, Video-Portale und Nachrichten-Dienste im Internet benutzt, weiß wie zeitfressend die Navigation durch die verschiedenen Dienste wie Twitter, Digg, Delicious, Youtube und Co. sein kann. PopUrls bietet endlich Abhilfe für gestresste Internet-User. Der Webdienst fängt den „Buzz“ des Internets ein und stellt ihn anschließend auf einer einzigen Seite dar. Die Startseite bildet quasi die Schaltzentrale, auf der alle Links zu den interessantesten Webinhalten zusammenlaufen. Ein großer Teil davon stammt von Uservorschlägen und wird durch Voting-Systeme Gewichtet – deswegen auch der symbolische Vergleich des „Hive Minds“.

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Fährt man mit der Maus über einen Link, erscheint lediglich ein kurzer und prägnanter Ausschnitt des Inhalts. Für alle weiteren Informationen ist ein Besuch der Ursprungsseite notwendig, Videos von Youtube werden jedoch auf Wunsch direkt als Overlay eingebunden. Mir passiert es nahezu täglich, dass ich durch PopUrls auf neue Inhalte stoße, die mir anderenfalls sicherlich verborgen geblieben wären, weil ich die entsprechende Seite nicht regelmäßig besuche. Außerdem erhält man ganz nebenbei eine schöne Zusammenfassung über Links, die gerade in der Twittersphäre herumschwirren.

Ein weiteres Augenmerk setzt PopUrls auf die Verbindung und Einbindung von verschiedensten Services. Zur Anmeldung benötigt man entweder ein Facebook-Konto oder einen gültigen OpenID-Provider wie Google, Yahoo, etc. Einmal eingeloggt, können die gefundenen Links über die unterschiedlichsten Services weiterverbreitet werden. Ein Klick auf den Share-Button genügt und die Adresse wird an befreundete User gesendet.

Auf den ersten Blick könnte man fast meinen, dass PopUrls nur ein weitereres StartUp aus dem sonnigen Silicon Valley ist. Durch ein Interview von Helge mit dem Gründer von PopUrls wurde ich jedoch eines besseren belehrt: Der Mann dahinter – Thomas Marban – ist eigentlich ein Linzer und damit sogar aus meinem Heimat-Bundesland. Es freut mich als Österreicher besonders, international erfolgreiche Dienste wie PopUrls hier in Österreich aufzufinden und hoffe, dass diesem Beispiel noch einige weitere folgen werden.