Mit dem ständigen Wachstum der Twittersphäre und damit den geposteten Links und Neuigkeiten, nimmt auch die Unübersichtlichkeit immer weiter zu. Mit einer hohen Following-Anzahl, wird auch das Spektrum gleichzeitig immer umfangreicher. Somit wird es für den Einzelnen immer schwerer Trends unter den von Twitter-Usern diskutierten Themen zu erkennen. Brisante Themen finden mit mehreren Retweets, also das Wiederholen eines besonders interessanten oder erwähnenswerten Tweets, schnell den Weg durch die Untiefen des Twitterversiums. Doch welche Links sind wirklich relevant für eine größere Zielgruppe? Dieser Frage stellen sich einige Webservices, die quasi die Aktivitäten von allen Twitter-Usern aggregieren, analysieren und gebündelt ausgeben. Tweetmeme bietet genau so einen Dienst an:
Beim ersten Blick lässt sich die Ähnlichkeit zum populären „Social News“-Marktführer Digg nicht abstreiten. Die Einträge auf Tweetmeme sind in verschiedene Kategorien unterteilt und werden anhand von mehreren, natürlich streng geheimen, Merkmalen einem Ranking unterzogen. Beliebte und heiß diskutierte Links schaffen den Sprung auf die Hauptseite schneller, andere werden erst gar nicht so populär und fristen ihr Dasein auf den unteren Plätzen. Ein ausgeklügelter Algorithmus berechnet die Relevanz eines Tweets bzw. den nachfolgenden Retweets und sorgt so für ein stetig aktuelles Abbild der Diskussionen in der Twitter-Welt.
Eine weitere Ähnlichkeit zu Digg findet sich bei dem kleinen Retweet-Buttons am linken Rand. Während diese auf Digg zum simplen Diggen, also Voten, dienen, wird bei Tweetmeme direkt die jeweilige Story auf dem eigenen Twitter-Account mit einem Retweet versehen. Im Grunde basieren beide Elemente auf den gleichen Ideen, Tweetmeme verlagert den Dienst aber komplett auf Twitter und verbreitet sich selbst dabei wahnsinnig schnell. Das Portal setzt geschickt einen @tweetmeme Zusatz in den ausgehenden Retweets und nützt die von den Usern generierten Netzwerkeffekte aus, um selbst noch mehr User anzulocken.
Tweetmeme hat durchaus potenzial zum Anlaufpunkt für interessante Links im Netz zu werden. Man darf gespannt sein, ob es sich bei steigendem Wachstum von Twitter schon bald zu einer ernsthaften Konkurrenz für Social News Websites entwickelt.

